März 2003

Vorauszahlungen zur Umsatzsteuer für Januar 2003 (bei Fristverlängerung)
oder Februar 2003 bei monatlicher Zahlungsweise sowie die Lohn- und
Kirchensteuer für die im Februar 2003 gezahlten Löhne werden am
10.03.2003 fällig. Ebenso sind zu diesem Termin Vorauszahlungen für das
I. Quartal 2003 zur Einkommen- und Körperschaftsteuer zu entrichten.

Das von der Mehrheit im Bundestag verabschiedete
Steuervergünstigungsabbaugesetz soll im Bundesrat von der Opposition
abgelehnt werden. Es bleibt also abzuwarten, ob es jemals in Kraft
treten wird.

Die Einschränkung der Eigenheimzulage soll demnach nicht mehr
rückwirkend zum 01.01.2003 in Kraft treten sondern erst mit der
Verkündigung des Gesetzes

Die degressiver Abschreibung für Mietwohngebäude soll 33 Jahre lang 3 %
und danach jeweils 1 % betragen.

Guthaben bei der Körperschaftsteuer dürfen in Zukunft nur noch über
einen Zeitraum von 14 Jahren gleichmäßig verteilt abgerufen werden. Die
Verrechnung von Verlusten in diesem Bereich soll ebenfalls eingeschränkt
werden.

Für die Amnestie von Steuerflüchtlingen ist beschlossen worden, dass
durch Abgabe einer strafbefreienden Erklärung, in der das Vermögen zum
01.01.2003 aufgelistet werden muss, und die Entrichtung einer
Pauschalsteuer von 25 % in 2003 und 35 % ab 2004 auf das erklärte
Vermögen Strafbefreiung erlangt werden kann. Die Erklärung soll als
Steueranmeldung behandelt werden, so dass kein Steuerbescheid ergehen
muss, sondern die Erklärung als Steuerfestsetzung gilt. Die
Selbstanzeige nach § 371 AO bleibt aber auch weiterhin bestehen und kann
günstiger sein, wenn das Vermögen, das den Kapitalerträgen zugrunde
liegt nicht "schwarz" ist. Der dann zu zahlende Steuersatz kann evt.
günstiger sein als die Amnestie.

Die Straffreiheit ist nicht gesichert, wenn die Steuerverkürzung durch
gewerbsmäßige Steuerhinterziehung i.S. von § 370 a AO bewirkt wurde.
Dies ist der Fall, wenn durch wiederholte Tätigkeiten Vermögenswerte der
deutschen Steuer entzogen und mit Wiederholungsabsicht Steuern
hinterzogen wurden. Hier können sich große Probleme in der Handhabung
ergeben.

Problematisch ist in allen Fällen die Beweislast, wenn später
Steuerverkürzungen aufgedeckt werden und der Steuerpflichtige beweisen
muss, dass seine Erklärung auch diese Verkürzung beinhaltet hat.